Freihandtraining – und ein bisschen Poesie

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Bei unserer letzten Trainingseinheit stand das Freihandschießen im Fokus – und zwar für alle, die gerade erst damit anfangen, ihre Abläufe zu lernen. Ziel war diesmal nicht nur das Treffen der Scheiben, sondern auch das Aufschreiben der eigenen Abläufe – ein kleiner Schritt, um Technik und Routine zu verinnerlichen. 🏹✍️

Doch wie es in jeder guten Truppe so ist, findet sich immer jemand, der die Aufgabe auf seine ganz eigene Weise angeht: Noah hat seinen Ablauf nicht nur notiert – er hat daraus ein Gedicht gemacht! Zwischen Zielscheibe und Schützenstand entstanden Zeilen über Haltung, Atmung und den ersten Treffer. Wer hätte gedacht, dass Schießsport so poetisch sein kann? 😄

Alles in allem war es ein lehrreicher und spaßiger Trainingsabend – mit einem kleinen Augenzwinkern, das uns allen gezeigt hat: Übung macht den Meister … und manchmal auch den Dichter! 🎯📜

Ich stelle mich gerade hin, schon in meinen Schuhen drin,
gucke das sie hinten zwischen 90-100cm liegen und muss mich dann nach vorne biegen.
Ich lege das Gewehr auf das Stativ nieder und in meinem Kopf spielen Lieder.
Ich befülle es mit Munition, ab diesem Zeitpunkt konzentrier ich mich schon.
Ich hebe es an und bin in einem Bann.
Lege es auf die Hüfte ab und hoffe, dass ich nicht verkack.
Ich atme ganz tief ein und knicke ganz leicht mein Bein.
Ich gucke durchs Diopter und meine Gedanken werden bekloppter.
Bin ich auf dem Ziel und stehe auch stabil, drücke ich ab und verfehle nur knapp.
Ich schaue ganz leicht runter und werde nicht munter.
Ich lege das Gewehr hin und gerade, als ich fertig bin, kommt der gute Kjell, und zwar ziemlich schnell.
Er guckt auf mein Ergebnis du hat ein Glückserlebnis, denn geschossen hat er, besser als mir lieber wär.

Gedicht von Noah Birtsch